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"Bevor Dada da war, war Dada da."
Absurdität und Nonsense im öffentlichen Raum

Dada war (und ist) eine künstlerische Bewegung, die um 1916/ 17 in Zürich startete und sich in den Folgejahren über viele Zentren in Europa bis hin nach Nordamerika und Japan ausbreitete. Berühmt gewordene Protagonisten waren u.a. Hugo Ball, Marcel Duchamp, Sophie Täuber, Hans Arp, Tristan Tzara, Francis Picabia, Max Ernst, Kurt Schwitters. Dada wurde aus einem Geist radikaler Verneinung etablierter Kunst und sozialer Standards heraus geboren. Dada mischte Tanz, Poesie, Musik, Kabarett, Rezitation, Malerei, Bühnenarbeit, Objects trouvés, Graphik, Collagetechnik und mehr. Üblicherweise ist Dada gekennzeichnet von einem grotesken Humor, Absurdität, ironischer Verfremdung, aleatorischen Arrangements, Nonsense und Sinn im Unsinn. Dada konterkariert erstarrte Konventionen und Denkweisen und birgt ein unbegrenztes kreatives Potenzial und innovative Chancen, Themen in überraschend neuer Weise zu behandeln. Ohne Dada hätte es mit Sicherheit Happening und Fluxus sowie die verschiedenen Performanceansätze der Neuzeit in ihren besonderen Formen nicht gebeben.

Im Workshop/ Projekt werden wir dem "Dada-Geist" nachspüren und eine Reihe dadaistischer Elemente aufgreifen: fremdartige, quergrätschende, verrückte Lyrik, spontanes Agieren, Malen und Zeichnen, Spiel mit Zufällen, kollektive Spielgestaltungen ohne gemeinsame Regel, absurde Interventionen in alltägliches Geschehen im öffentlichen Raum, das Unnötige tun anstatt rationalen Überlegungen zu folgen. In amüsanter und vergnüglicher Weise werden wir so immer wieder fragen: "welche Möglichkeit noch?" Übungen in Wahrnehmung und Achtsamkeit werden uns offen und experimentell stimmen. Der Workshop/ das Projekt sollte mit einer wie auch immer gearteten Performance enden.